Teilleistungsstörungen – Was ist das?

Sehr ausführlich wird diese Frage auf 30 Seiten in der Broschüre „ NF - Neurofibromatose Typ 1 und Teilleistungsstörungen“ beantwortet.

Die nachfolgenden Textauszüge werden verdeutlichen, dass diese Broschüre ein übersichtlich strukturierter Leitfaden für Eltern und Lehrer ist, der anschaulich aufzeigt, wie man teilleistungsgestörten Kindern helfen kann. 

Herausgeber ist die VON RECKLINGHAUSEN GESELLSCHAFT E.V. in Hamburg.

Im Vorwort der Broschüre heißt es u.a.:

"Bei Teilleistungsstörungen handelt es sich nicht um eine generelle Intelligenzminderung, sondern um Schwächen in einem ganz umrissenen, eingeschränkten Bereich. …wird im folgenden erklärt, was diese Teilleistungsstörungen sind und wie sie sich auf das Alltagsleben eines Kindes auswirken. Als Quelle diente dabei ein Artikel der "Maniet Bellermann Foundation in Bayville, New York" von Pamela Bellerman. Aufgrund seiner Klarheit und Praxisnähe ist er ein wichtiger Leitfaden für Eltern, Lehrer und all diejenigen, die sich mit der Erziehung teilleistungsgestörter Kinder befassen. Die "Maniet Bellerman Foundation" war so freundlich, ihre Zustimmung für eine Übersetzung des Artikels ins Deutsche zu erteilen. Der in Englisch verfasste Artikel wurde übersetzt, erweitert und an deutsche Verhältnisse angepasst."

Was sind Teilleistungsstörungen?

Was ist das?
Was ist es nicht?

 

Stell dir vor

WIEVERWIRRENDALLESWÄREWENNALLESWASDULIEST
SOAUSSEHENWÜRDE!

 

Oder wenn

DI EWÖRT ERANS TELL ENBEGIN NENUN DEND ENANS TELLE NDIEFÜ RDIC HKEINE NSIN NERGEBEN?

 

Was wäre

NNEW EID RETRÖW TRHEKREV MUREH NEDNÜST,
oder
NI FLASCHRE REIEHNFLOGE?

 

Nun stellen Sie sich vor, laut vorlesen zu müssen und die

Wie würden Sie sich fühlen, wenn einen die Leute zu allem Überfluss auch noch als faul, dumm oder zurückgeblieben bezeichneten, wo Sie doch wissen, dass dies nicht stimmt?

 

Dies sind nur einige der Schwierigkeiten, mit denen teilleistungsgestörte Kinder in der Schule alltäglich kämpfen müssen. Diese Probleme erschweren das Lernen, machen es aber nicht unmöglich! Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass teilleistungsgestörte Kinder ihren Altersgenossen mehr gleichen, als dass sie sich von ihnen unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Art und Weise, wie sie lernen. Es passiert viel zu oft, dass lernschwache Kinder getadelt werden, weil sie sich nicht genug anstrengen oder unaufmerksam sind, wobei sie sich doch in Wirklichkeit die größte Mühe geben!

Will man einem Kind mit Teilleistungsstörungen helfen, ist es wichtig zu verstehen, was man darunter zu verstehen hat und wie Teilleistungsstörungen den Lernprozess beeinflussen.

Der Lernprozess und Teilleistungsstörungen

Zum Lernen sind vier Schritte erforderlich:

  • Informationsaufnahme: die Information wird über die Sinne 
    (Sehsinn, Tastsinn und Gehör ins Gehirn aufgenommen und erfasst (wahrgenommen)
  • Informationsverarbeitung: die erhaltene Information wird interpretiert
  • Gedächtnis: die Information wird gespeichert und später wieder abgerufen
  • Informationsweitergabe: die Information wird durch Sprache oder Gesten weitergegeben

Bei der Teilleistungsstörung handelt es sich um eine reduzierte Leistungsfähigkeit in einem oder mehreren der o.g. Schritte der Informationsverarbeitung. Ist ein Schritt beeinträchtigt, werden die folgenden in Mitleidenschaft gezogen.  Dies kann zu einer Diskrepanz zwischen der potentiellen Fähigkeit des Kindes und seinen wirklichen schulischen Leistungen führen. Jede Lernaufgabe umfasst mehr als einen der o.g. Schritte und jede Teilleistungsstörung kann  sich auf mehrere gleichzeitig auswirken. 

Schwächen in der Informationsaufnahme

Eine Teilleistungsstörung im Stadium der 

Informationsaufnahme besteht dann, wenn die Information aus der Umgebung falsch wahrgenommen wird. Diese Fehlwahrnehmung beruht nicht auf einer Seh- oder Hörschwäche. Selbst ein Kind mit perfekter Sehschärfe und gutem Gehör kann dennoch eine visuelle oder auditorische Wahrnehmungsstörung haben, da es keine Rolle spielt, was das Kind sieht, sondern wie es das Gesehene wahrnimmt.

 

Wahrnehmungsstörungen führen bei dem 

Kind häufig zu Verwirrung, Angst und Frustration. Kann man seiner eigenen Wahrnehmung nicht trauen, machen sich Selbstzweifel breit. Ein Kind, dessen Wahrnehmung ungenau, uneinheitlich und verwirrend ist, lebt in einer instabilen und unvorhersehbaren Welt. Es bedarf eines riesigen Aufwands an bewusster Anstrengung, um diese verzerrte visuelle und auditorische Information zu ordnen und sich zurechtzufinden. Dies erfordert schon für sich alleine eine Menge an Durchhaltevermögen und Intelligenz.

 

Schwächen der visuellen Wahrnehmung

Ein Kind mit visueller Wahrnehmungsstörung hat Probleme, die räumliche Anordnung und die Form des Gesehenen zu erfassen. Dabei können folgende Schwierigkeiten auftreten: Buchstaben, Zahlen, Worte und sogar ganze Sätze können beim Lesen oder Schreiben verdreht oder vertauscht wahrgenommen werden. Dabei kann "E" als "3"; "W" als "M"; "sei" als "eis"; "+" als "x" usw. wahrgenommen werden.

 

Manchmal bestehen Schwierigkeiten bei der 

Unterscheidung zwischen Figur und Hintergrund. Es fällt dem Kind schwer, seine Aufmerksamkeit auf einen einzelnen Gegenstand zu richten, ohne sich von der Umgebung ablenken zu lassen. Das kann dazu führen, dass das Kind beim Lesen Schwierigkeiten hat, 
eine Zeile von links nach rechts zu verfolgen, Wörter auslässt, Zeilen überspringt, doppelt liest oder zwei Wörter als eines auffasst. Bei Mathematikaufgaben kann es passieren, dass das Kind die Antwort der falschen Aufgabe zuordnet oder Aufgaben vermengt.

 

Besteht eine Fehlwahrnehmung von Entfernung oder räumlicher Tiefe

kann es vorkommen, dass das Kind Gegenstände umwirft, nach denen es greift, 
sich an Möbeln stößt oder vom Stuhl fällt. Dies wird oft als "Unkoordiniertheit" abgetan, wobei die eigentlichen Probleme jedoch auf dem Gebiet der visuellen Wahrnehmung liegen.

Auditorische Wahrnehmungsstörung

Auditorische Wahrnehmungsstörungen sind wahrscheinlich, wenn Ihr Kind folgende Probleme hat:

 

Schwierigkeiten bei der Unterscheidung von feinen Klangunterschieden

Ähnlich klingende Wörter werden verwechselt.  Es kann z.B. vorkommen, dass das Kind die Frage nach seinem Namen mit seinem Alter beantwortet usw.

 

Schwierigkeiten bei der Unterscheidung zwischen relevanten Tönen und dem Geräuschhintergrund

Das Verstehen und Befolgen von Anweisungen, besonders dann, wenn sie aus mehreren Teilsätzen bestehen, ist für Kinder mit auditorischen Wahrnehmungsstörungen eine äußerst schwierige Aufgabe. Man denkt oft, sie hören nicht hin oder konzentrieren sich nicht auf das Gesagte, dabei sind sie in Wirklichkeit angespannt aufmerksam.

 

Schwierigkeiten bei der Verarbeitung gesprochener Informationen

Kinder, die bitten, Fragen oder Aufforderungen immer und immer wieder zu wiederholen, können Schwierigkeiten bei der Verarbeitung gesprochener Informationen haben. Sie benötigen mehr Zeit, über das Gehörte nachzudenken und entsprechend zu antworten. Manchmal nehmen sie auch nur Teile des Gesagten wahr.

Soziale Wahrnehmungsstörung

Kinder mit einer sozialen Wahrnehmungsstörung können oft soziale Situationen oder Körpersprache fehlinterpretieren. Sie deuten Gesten, Mimik und Änderungen der Stimme falsch, bzw. nehmen sie gar nicht wahr. 

 

Dies sind Kinder, die es oft "zu weit treiben", zu Hause oder in der Schulklasse nicht merken, wann es "genug ist", weil sie nicht wahrnehmen, dass jemand über ihr Verhalten verärgert ist.

Störungen bei der Informationsverarbeitung

Der nächste Schritt des Lernprozesses ist die 
Zusammensetzung oder die Integration der Information, die über die Sinnesorgane ins Gehirn gelangt. Dies bedeutet, dass die aufgenommene Information verstanden werden muss. 
Dieser Prozess umfasst drei Teilschritte:

  • Ordnen: die Information wird in eine sinnvolle Ordnung gebracht.
  • Abstraktion: Ableitung eines Sinnes aus Worten und Gesten
  • Organisation: die neue Information wird mit bereits Gelerntem verglichen und sinnvoll eingereiht.

Hat ein Kind Schwierigkeiten beim Ordnen der Information, können sich Probleme ergeben, wenn es von einem Ereignis berichtet oder eine Geschichte in der richtigen Reihenfolge nacherzählen soll. 
Es kann auch passieren, dass es ein Wort mit richtigen Buchstaben, jedoch in der falschen Reihenfolge schreibt. Manche Kinder können die Wochentage oder Zahlenreihen hintereinander aufsagen, sind jedoch ratlos, wenn man sie fragt, wie der Tag vor Mittwoch oder die Zahl nach 20 heißt. Sie müssen sich dann z.B. zuerst alle Wochentage von Beginn an aufsagen, um die Lösung zu finden. Diese Kinder haben oft auch ein schlechtes Gefühl für zeitliche Abläufe.

Versteht ein Kind keine Witze oder Späße, 
die auf Wortspielen beruhen, kann eine Abstraktionsschwäche vorliegen. Mit ihrer Unfähigkeit, versteckte Bedeutungen hinter Wörtern oder Ironie zu verstehen, erscheinen die Kinder oft etwas einfach strukturiert.

Viele (vielleicht sogar die meisten) Kinder 
mit Teilleistungsstörungen haben Organisationsschwächen. Diese Kinder können Informationen (z.B. eine Reihe von Fakten) aufnehmen, sind jedoch nicht in der Lage, mit Hilfe dieser Fakten eine Frage zu beantworten. 
Sie schaffen es nicht, die neue Information mit der bereits gelernten in Beziehung zu bringen, um daraus ein neues Gesamtkonzept zu entwickeln. Die Anzeichen einer Organisationsschwäche treten bei Beobachtung des Kindes oft klar zu Tage. Der Schreibtisch, Schulhefte, Aufsätze, das Kinderzimmer sind in einem Zustand des Chaos. Die Kinder lassen ihre Hausaufgaben zu Hause und zu Hause benötige Dinge in der Schule usw. Ein besonderes Problem stellt die Zeiteinteilung dar.

Gedächtnisstörungen

Der nächste Schritt im Lernprozess

besteht in der Speicherung der aufgenommenen und integrierten Information für den späteren Gebrauch. 
Anders gesagt: Wir müssen uns an das erinnern, was wir gelernt haben. 
Es gibt zwei Arten des Gedächtnisses: das Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis.

 

Im Kurzzeitgedächtnis wird die Information 

zwischen wenigen Minuten bis ca. 24 Stunden gespeichert, meist jedoch nur solange, 
wie man sich darauf konzentriert. Alles, was darüber hinausgeht und auch noch nach 
24 Stunden abrufbar ist, wird dem Langzeitgedächtnis zugeordnet.

 

Kinder mit Teilleistungsstörungen

haben im allgemeinen keine großen Schwierigkeiten mit dem Langzeitgedächtnis. Haben sie etwas gut gelernt, so behalten sie es auch; besonders dann, wenn die Information interessant und sinnvoll ist. Kinder mit Teilleistungsstörungen haben ein ausgezeichnetes Langzeitgedächtnis bezüglich eigenen Versagens in der Vergangenheit.

 

Liegt eine Gedächtnisstörung vor,

so handelt es sich am wahrscheinlichsten um eine des Kurzzeitgedächtnisses. Kinder mit einer Störung des Kurzzeitgedächtnisses benötigen 10-15 Wiederholungen, um sich einen Sachverhalt zu merken, den andere Kinder schon nach wenigen Wiederholungen behalten. 

 

Störungen des Kurzzeitgedächtnisses können 

sich sowohl auf auditorisch als auch auf visuell empfangene Informationen erstrecken. Ein Kind kann seine Hausaufgaben in der Schule gut verstanden haben, ist jedoch völlig hilflos, wenn es zu Hause am Schreibtisch sitzt. Diese Kinder üben und üben am Vortag zu Hause für ein Diktat am nächsten Tag setzen, die Klassenarbeit dennoch "in den Sand". 
Kinder mit Gedächtnisstörungen sind oft frustriert und geneigt, schnell aufzugeben. Würde es uns nicht auch so gehen? Der Versuch, Wissen hervorzukramen, von dem man weiß, dass man es weiß, kann sehr anstrengend und zeitraubend sein.

Schwierigkeiten bei der Informationsweitergabe

Der letzte Schritt des Lernprozesses

besteht in der Weitergabe der Information. Die ist letztlich der Beweis, dass etwas gelernt wurde. Es bedeutet, dass das Gelernte auf irgendeine Weise geäußert werden muss: z.B. durch Worte (Sprache) oder durch Schreiben, Zeichnen und Gesten (Motorik).

 

Sprachstörungen (Wortfindungsstörungen) 

Es gibt drei wichtige Situationen, in denen Sprache als Ausgabemedium eine wichtige Rolle spielt:

  • spontan: Hierbei beginnt das Kind von selbst zu sprechen, wählt den Gegenstand, über den gesprochen wird, und hat die Zeit, seine Gedanken vorher zu ordnen und in Worte zufassen.
  • Auf Anforderung: Dies ist eine Situation, in der das Kind eine Frage beantworten oder kommunizieren muss. Dabei ist es erforderlich, in einer kurzen Zeitspanne die richtige Antwort und richtige Wörter zu finden. Ein Kind mit Sprachstörungen kommt dabei ganz schnell unter Druck und fühlt sich wie in einem "Dampfkochtopf".
  • Sozial: Sprachliche Fähigkeiten sind besonders im sozialen Bereich gefordert. Diese umfassen z.B. die Kommunikation mit Gleichaltrigen oder die Fähigkeit, bestimmte Bedürfnisse adäquat zu äußern.

 

Sprache ist wahrscheinlich die schwierigste 

und komplexeste aller Lernaufgaben. Sprachstörungen bringen das Kind in Gefahr, in der Schule, am Arbeitsplatz und in sozialen Situationen zu scheitern. Die meisten Kinder mit Teilleistungsstörungen haben Probleme mit der "Sprache auf Anforderung". Diese Kinder können mit gutem Ausdruck und viel Intelligenz über verschiedenste Themen reden, verstummen jedoch abrupt, wenn sie eine Frage gestellt bekommen. Dieser Unterschied ist sehr auffällig. Kinder mit derartiger Sprachstörung murmeln oft, bitten, die Frage zu wiederholen, um Zeit zu gewinnen oder antworten gar nicht. Werden sie zur Antwort gezwungen, ist das Gesagte oft verwirrend und unverständlich. Es ist schwer vorstellbar, dass dies das gleiche Kind sein soll, welches wenige Minuten vorher so flüssig dahergeredet hat.

Motorische Störungen

Motorische Störungen betreffen die Koordination der großen Muskeln (Grobmotorik) und der kleinen Muskeln (Feinmotorik). Ein Kind mit Störungen der Grobmotorik erscheint ungeschickt, fällt oft hin, stößt an Gegenstände 
und hat Probleme beim Schulsport.

 

Störungen in der Feinmotorik 

sind oft komplexer und frustrierender. Diese zeigen sich, wenn das Kind zu schreiben beginnt und eine koordinierte Zusammenarbeit der Muskeln der dominanten Hand trainiert werden muss. 


Kinder mit einer Störung der "geschriebenen Sprache" haben eine langsame und unleserliche Handschrift. Die Schreibaufgaben fordern diesen Kindern große Energie und Durchhaltevermögen ab. Dies sind Kinder, die den Bleistift so ungeschickt und verkrampft halten, dass die Knöchel weiß werden.

 

Visuelle Wahrnehmungsstörungen

und motorische Störungen bestehen ziemlich oft nebeneinander und werden als visuell motorische Störungen bezeichnet. Empfängt das Gehirn visuell fehlinterpretierte Informationen, können diese in der Folge auch nicht richtig bearbeitet, gespeichert oder wiedergegeben werden. Es kann zu einer gestörten Augen-Hand-Koordination kommen.

 

Aufgaben, die sich auf geschriebene Sprache 

beziehen, sind noch komplizierter, da sie gleichzeitig die richtige Anwendung von Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Wortwahl erfordern. 
Kinder mit Teilleistungsstörungen können oft kreative, detaillierte und lebendige Geschichten erzählen, sind jedoch völlig verloren, wenn sie diese zu Papier bringen sollen. Die Wörter stehen häufig in der falschen Reihenfolge, in der Regel mit orthografischen Fehlern. Oft sind unverständliche Wörter eingestreut oder andere ausgelassen. In der Regel gelingt es diesen Kindern, nur wenige Sätze zu schreiben. Schreibaufgaben lähmen diese Kinder.

Verhaltensmerkmale von Kindern mit Teilleitungsstörungen

Lernen ist ein komplexer Vorgang. Eine Teilleistungsstörung kann an beliebiger oder an mehreren Stellen dieses Vorgangs gleichzeitig auftreten. Kommt einem das Gesehene oder Gehörte verwirrend und unverständlich vor, kann man sich auf seine Wahrnehmung nicht verlassen.  Es ist schwierig, die entstellte Information zu speichern oder sie gar zu gegebener Zeit abrufen zu müssen.  Es ist wenig verwunderlich, dass man seinen Sinnen nach einiger Zeit misstraut und frustriert ist.  Viele Verhaltensauffälligkeiten von Kindern mit Teilleistungsstörungen beruhen auf Verwirrung und einem Unsicherheitsgefühl der Umwelt gegenüber, da viele Reaktionen für diese Kinder nicht vorhersehbar sind.

Einige dieser Verhaltensauffälligkeiten umfassen:

  • Impulsivität: die Schwierigkeit, spontane Impulse zu kontrollieren. Kinder mit Teilleistungsstörungen neigen in unsicheren Situationen zu schnellem, voreiligem Handeln, ohne Alternativlösungen in Betracht zu ziehen.
  • Unaufmerksamkeit: kurze Aufmerksamkeitsspanne: die Unfähigkeit, sich für längere Zeit auf einen Gegenstand oder eine Aufgabe zu konzentrieren.
  • Ablenkbarkeit: die Aufmerksamkeit kann leicht durch Lärm, Bewegung, visuelle Stimuli oder eigene Gedanken gestört werden.
  • Perseveration: die Schwierigkeit, von einer zur anderen Tätigkeit überzuwechseln.
  • Soziale Fehlwahrnehmung: unreife oder unangemessene Reaktionen in sozialen Situationen.
  • Unflexibilität: das Kind akzeptiert keine Abweichungen von der täglichen Routine und ist sehr ärgerlich oder fühlt sich gestört, wenn dies dennoch geschieht.
  • Hyperaktivität: ein hoher Anteil an nicht zielgerichteter motorischer Aktivität